Freitag, der 13.

„Gott hat manchen Ländern die trockene Ebene gegeben, damit sie mit der Hitze umzugehen lernen“, hatte Mihai gesagt. „Anderen hat er die Berge gegeben, damit sie die Kälte ertragen. Und wiederum andere bekamen das Meer, damit sie mit den Stürmen auskamen. Diesem gab er alles, aber weil er dafür etwas wegnehmen musste, nahm er das Glück.“


„Ich war in einem Tal gelandet, wo die Welt aufhörte und die Wildnis anfing. Egal nach welcher Seite ich schaute, war es eine vergessene, verlorene Welt, die jenseits von Europa lag und doch mittendrin war. Wo nicht nur die Straße brach lag, sondern auch das Wissen. Eine Welt, deren Existenz niemand im Westen kümmerte und die keine Lücke hinterlassen hätte, wenn sie von heute auf morgen spurlos verschüttet, verschluckt worden, verschwunden wäre. Man hätte an der Nachricht vorbeigehört.“

Auszüge aus einer wunderbaren authentischen Lektüre:
„Der blinde Masseur“ von Catalin Dorian Florescu.
Irgendwie verrückt ein Buch über ein „fremdes“ Land zu lesen, in dem man nun seit über einem dreiviertel Jahr lebt und nun so viele Dinge nachempfinden kann. 
Kein „Twilight“, kein „Shades of Grey“, aber umso empfehlenswerter, um Rumänien zu verstehen.


Meine Tage sind nun wirklich gezählt…Bin soeben 28kg Wintersachen und anderen Kram beim Busunternehmen losgeworden, die diese 2 Riesenpakete morgen nach Dresden fahren werden.
Wenn man anfängt auszusortieren und Ordnung zu schaffen, zu kalkulieren, was in welche Tasche passt und, was man wirklich noch anzieht oder den Mädchen im Kinderheim überlassen kann.. dann weiß man: Es geht zu Ende. 

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