Endspurt

Am Montagabend nahm ich Abschied von meiner besten Freundin. Am Morgen darauf von meiner Mama und Schwester, was bedeutet, dass es endlich losging. Die Koffer waren gepackt und es ging zum Dresdner HBF, wo ich mit Anderen ICE-Freiwilligen nach Freising zum Renovabis-Seminar fuhr.
(Renovabis ist ein katholisches Hilfswerk, das viele von uns finanziell fördert. )
Die Fahrt war ziemlich anstrengend, da ich sehr viel Gepäck mit einem Gewicht von knapp 50 Kilo zu transportieren hatte. Das Umsteigen war eine weitere sehr belustigende Herausforderung. Am 3. September  kamen wir also nachmittags im sogenannten Palotti-Haus in Freising an.

Hier hatten wir Seminare zum Thema Diskriminierung und Länderspezifik, so dass wir mehr über Religion, Minderheiten sowie Politik und Geschichte unsere Gastländer betreffend, erfuhren. Wir besuchten auch die Hauptgeschäftsstelle von Renovabis, wo wir an einem Gottesdienst von Pater Dartmann teilnehmen durften, der konkret auf unser Freiwilligenjahr ausgelegt war. Bei Problemen und Kummer dürfen wir ihn auch als Seelsorger beanspruchen. Er hat mir das Gefühl vermittelt gebraucht zu werden und ein Jahr meines Lebens etwas richtig Gutes zu tun, was meine Motivation nochmal extrem gesteigert hat.
Eine weitere Attraktion, die so gar nicht eingeplant war, sind die „anderen Menschen“, die hier für ein Seminar im Palotti-Haus in Freising untergebracht sind. Unglaublich, aber wahr-es sind Jugendliche und Rentner, die in ihrem Alltag nur Latein miteinander SPRECHEN!!! Da rutscht einem natürlich auch mal ein „Salvete“ über die Lippen :D

Nach einem recht straffen Programm besuchten wir gestern Abend zum Abschluss noch einen typischen bayrischen Biergarten. Außerdem bekamen wir eine Kette mit dem Renovabis-Logo sowie ein Armband, das aus Perlen gefertigt ist, die alle verschiedene Bedeutungen haben.

Heute Morgen wurden die Ersten nun schon verabschiedet, weil ihr Bus oder Flieger jetzt schon auf dem Weg in die jeweiligen Städte ist. Ich hänge derzeit noch in der Luft, da unser Bus nach Budapest erst 22:30 ab München fährt. Wenigstens kann man in der Zeit nochmal ein bisschen runterfahren.
Trotzdem ärgert es mich, dass der Weg für die „zukünftigen Rumänen“ noch relativ lang ist, da wir in Budapest einen Tag Sightseeing haben, am Abend dann nach Brasov/Kronstadt in Rumänien fahren werden und dort noch 4 Tage Seminar haben bevor wir endlich in unsere Stellen reisen können.

Ich bin schon sehr gespannt und freue mich total auf die Jungs und Mädels im Kinderheim, deshalb fiel mir der Abschied von zu Hause glücklicherweise auch nicht allzu schwer. Ich hoffe in Brasov gibt es WLAN, so dass ich mich von dort aus nochmal melden kann. Mobiles Internet und somit auch Whatsapp sind für das kommende Jahr erstmal Tabu.

Liebe Grüße aus dem tiefsten Bayern (:



Kommentare

  1. Dass klingt echt alles voll spannend. Ich freue mich schon auf die nächsten Einträge mit den Eindrücken, die du wiedergeben kannst ;-)

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