Packfrust und Abschiedschmerz

3 1/2 Tage vor der Abreise habe ich mir gedacht, könnte man nochmal schreiben, wie die letzte Stress-und Hektikphase  so verlaufen ist und immer noch anhält.
Bisher ist es mir  ein Rätsel, wie man generell vorausschauend für ein Jahr packen soll. Man muss schließlich alle Wetterlagen sowie anstehende besondere Veranstaltungen abschätzen, obwohl ich nicht einmal weiß, ob es solche geben wird. Zumindest habe ich mir schon ausgemalt, dass ich in Rumänien ein nettes junges Pärchen kennenlernen werde, diese heiraten, mich einladen und ich, weil ich an kein Hochzeitskostüm gedacht hatte, in Jeans und schwarzem Top zur Trauung erscheinen muss. Ja, genau das beschäftigte mich in den letzten Tagen. Aber damit nicht genug.
Es ist jetzt schon fast Mitternacht und nach der gestrigen sehr schönen Abschiedsfeier von meiner Freundin Katha und mir haben wir uns heute alle ein letztes mal gesehen um eine weitere Weltenbummlerin zu verabschieden. Nun bin ich zu Hause und realisiere so langsam, was es bedeutet, wenn man nicht nur seine gewohnte Umgebung verlässt, dem Alltag den Rücken kehrt und seine Familie zurücklässt. Mir wird so langsam bewusst, was es eigentlich heißt für ein Jahr seine ganzen lieb gewonnen Freunde verabschieden zu müssen. Ich fange nun von 0 an. Ohne jegliche Bekannte oder soziale Kontakte in Rumänien. Auf gut deutsch-es wird sich anfangs richtig beschissen anfühlen niemanden zu kennen mit dem man über jeden Mist lachen oder bei dem man sich an schlechteren Tagen einfach mal anlehnen kann.
Ich werde euch alle so schrecklich vermissen und obwohl wir immer per Internet schreiben oder telefonieren können, ist es eben nicht das gleiche als wenn wir uns gemütlich zum Quatschen am Badesee oder heute nun mal im Geheimrad treffen. Obwohl daran noch lang nicht zu denken ist, freue ich mich umso mehr auf unser Wiedersehen.
Bald werde ich in den Zug nach Freising steigen, wo nochmal ein 2-tägiges Seminar von Renovabis stattfindet. Und trotz des Abschiedsschmerzes, dem Packfrust und der ganzen Horrorszenarien, die sich schon in meinem Kopf abspielen, bin ich mir sicher, dass dieses Jahr in Rumänien genau das richtige für mich ist und wie meine ehemalige Lehrerin gestern zu mir meinte es mir Lebenserfahrungen schenken wird, die mir keiner mehr wegnehmen kann.

Fühlt euch alle ganz fest gedrückt!

Kommentare

  1. Und wie wir dich vermissen werden.....das Organisationstalent und die voll verplante Lady wird uns schrecklich fehlen :-(

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