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This place is a mess.

Nicht einmal 3 Stunden ging der Deutschunterricht im Philotheaklub und dennoch habe ich die Kinder im Heim schon vermisst. Ist es zu früh zu sagen, dass ich sie alle unfassbar lieb habe und ich Jeden auf seine eigene Art und Weise unglaublich mag? Auch, wenn es manchmal sehr anstrengend ist und ich das Gefühl habe, dass mir alles über den Kopf wächst, liebe ich das Kinderheim und seine kleinen Bewohner noch mehr. Ich kann mir gar nicht vorstellen irgendwann wieder gehen zu müssen..

T I E Z

46 Tage-das ist eine Zeit angabe. Genau die Zeit , die ich nun schon in Rumänien lebe. Manchmal erschrecke ich, dass es schon wieder Ende Oktober ist, ich die Weihnachts zeit beginne zu planen und wir demnächst sogar schon die Termine für die Zwischenreflexion in Dresden geschrieben bekommen. Ein ander Mal vermisse ich meine Familie, Freunde und bekannte Gesichter. Dann scheinen mir die bevorstehenden 10 Monate eine sehr lange Zeit , bis ich wieder zurück zu meinem wirklichen zu Hause kann. 5 Tage in der Woche arbeiten,  2 Tage Wochenende, aber eigentlich nie Zeit zum Abschalten, Ruhe finden und runterkommen. 0 Tage wirkliche Freiheit und Unabhängigkeit. Und dann frage ich mich..Ist  Zeit eine feste Konstante oder doch nur relativ und verändert sich je nach Gemütszustand? Am Wochenende war ich in Udvarhely/Odorheiu/Odorhellen zu einem Seminar mit den anderen Freiwilligen, die über den ICE in Rumänien sind. Es tat sehr gut sich auszutauschen, von den anderen zu...

Unwohlsein

Kinder rein, Kinder raus. Allein im Zimmer? Abgeschlossen- Sicherheit . Wohin gehst du? Alle fragen. Freiheit, Unabhängigkeit..? Was machst du? Mittagessen, Snack, Abendbrot Ruhe , abschalten? Stimmen, Treppengetrampel, Rumgeschrei. Kindersachen-in meinem Zimmer? Schlüssel, Glastür. Ruheoase, Privatsphäre ? Wo? Ein Jahr nicht hier.

Es sind die kleinen Dinge.. und ein bisschen Cluj

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Es ist mittlerweile schon wieder ein bisschen Zeit vergangen, weshalb ich den Sonntagnachmittag nutze, um auf die letzten Tage zurückzublicken… Nachdem ich eine längere Weile krank war und mich ein bisschen elend gefühlt habe, ging es endlich wieder bergauf und ich fühle mich körperlich wieder fit, was mich dazu animiert, Sport zu machen-nur wo ? Bisher habe ich noch keine Angebote im Internet gefunden. Ich hasse Joggen und ein bisschen Sport in meinem Mini-Zimmer ist logistisch auch nicht möglich. Deswegen werde ich die Woche Elöd (den deutsch-sprechenden Sozialpädagogen) mal fragen, ob es hier sowas wie Yoga/Turnen/Tanzen oder sowas in der Richtung gibt. Letztes Wochenende hat mich natürlich Marianne besucht, die Geburtstagskind war. Gemeinsam mit ihr und 4 anderen Freiwilligen habe ich  2 sehr gemütliche Tage mit Kuchen essen, in der Sonne spazieren, Schokolade trinken und Brunchen verbracht. Ich hatte mittlerweile schon 2 Ungarischstunden auf Englisch (das ständige Umd...

1 Monat heimatlos

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Heute ist der Tag der deutschen Einheit und ich sitze in meinem rumänischen Bett mit OREO Keksen aus der Heimat. Diese Woche erreichte mich nämlich schon das erste 11 Kilo Paket von zu Hause mit allerlei Leckereien sowie dicken Sachen, denn die Jahreszeiten Herbst und Frühling sind hier in Siebenbürgen sehr kurz, da die Extreme Sommer und Winter dominieren. Beschweren kann ich mich dennoch nicht, denn diese Woche ging schon 2 Mal die Heizung und ich musste bisher nur einmal kalt duschen. Da schon sehr Viele nach Bildern von meiner Behausung gefragt haben à hier kommen ein paar Aufnahmen vom Minizimmer sowie vom Bad, was ich mir mit 4 Jugendlichen aus dem Kinderheim teile: Was lässt sich ansonsten nach einem Monat weg von zu Hause und 3 Wochen Kinderheim berichten? Geduld ist eine Tugend. Egal, ob es die ungarische Sprache oder das Vertrauensverhältnis zu den Kindern angeht..Ich muss lernen, dass alles mit der Zeit wächst und, dass ich noch fast 11 Monate habe um a...

Matratzenlogistik, Pflaumenkuchen und weitere Premieren

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Es ist Sonntagabend, das Wochenende neigt sich dem Ende zu und ich habe viel Kraft sammeln können um in eine tolle neue Woche zu starten. Die letzten 4 Tage haben viele Premieren beinhaltet. Auch, wenn es vielleicht verwöhnt klingt: Ich habe am Donnerstag das erste Mal nicht nur Wäsche im Kinderheim gewaschen, sondern generell eine Waschmaschine betätigt, was zu Hause immer Aufgabe meiner Mama war. Am Nachmittag konnte ich mich dann wieder den Kindern widmen. An der Tagesordnung stand-Radio an/CD rein/laut Eminem und 50Cent hören und dazu ordentlich abdancen! Es war superspaßig die Kinder dabei zu beobachten, wie sie sich so verschieden zu der RNB/Rap-Musik bewegten. Die Mädchen hüpften einfach nur rum, die Jungs machten ganz coole und lässige Posen, ein anderer versuchte sich sogar am Breakdance. Nach und nach merke ich auch, was die einzelnen Kinder für Stärken und Talente besitzen. Es ist sehr schade, dass niemand einen Sportverein oder Ähnliches besucht-sie sozusagen keine Hobb...

Klappe die Erste von rund 50 Folgenden..

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Ich bin nun schon eine Woche im Kinderheim Lidia in Marosvásárhely und sehe das mal als Grund um nach 7 Tagen neuem zu Hause eine kurze Bilanz zu ziehen. Ich habe mich mittlerweile an vieles gewöhnt-an mein sehr kleines Zimmer, dass im Bad 5 Tage lang das Licht nicht ging, dass das ganze Außengelände des Kinderheims mit Bauschutt überhäuft ist, dass das angrenzende Altersheim umgebaut wird und mich deshalb jeden Morgen pünktlich um 8 Presslufthammer wecken oder, dass ungarisch nicht umsonst die schwerste Sprache Europas ist. An was ich mich nicht gewöhnen kann, sind die Essens-und Schlafenszeiten. Ich habe das Gefühl, dass die 4-jährigen und somit jüngsten Kinder hier mehr essen, aber weniger Schlaf brauchen als ich!? Vielleicht  liegt es auch einfach an der riesen Umstellung, dass ich fast den ganzen Tag müde bin, denn Rumänien ist ganz anders als Deutschland. Als ich vom Bahnhof abgeholt wurde, erschrak ich wie hässlich es dort aussah. Nachdem ich Donnerstag und Freita...